Wofür steht die Wählervereinigung „Unser Kodersdorf“?

Zunächst muss man den Unterschied zwischen Parteien und Wählervereinigungen herausstellen: Wir haben eine nicht-mitgliedschaftliche Wählervereinigung gegründet, weil wir uns gern für die Gemeinde Kodersdorf als Gemeinderäte kommunalpolitisch engagieren möchten. Es wäre einfach gewesen, sich für eine bestehende Partei aufstellen zu lassen. Allerdings fühlen wir uns derzeit von keiner Partei in Ihrer Ausrichtung und Ihrem Parteiprogramm repräsentiert. Das liegt vor allem daran, dass die Parteien in größerem Kontext auf Kreis-, Land- und Bundes- oder sogar Europaebene agieren. Wir denken, dass Sie dadurch von der Grundhaltung zu weit von den Menschen in einer Gemeinde wie Kodersdorf weg sind. Kommunalpolitik hat häufig weniger mit Politik als solches zu tun sondern eher mit Engagement und Liebe zum Dorf/zur Stadt.

Natürlich bedarf es einer gemeinsamen Basis, welche wir bei unserer Gründungsversammlung am 30.01.2019 und den Vorstellungen jedes Einzelnen erst einmal ausloten mussten. Relativ schnell und klar hat sich dabei gezeigt, dass wir ein gemeinsames Interesse daran haben, Familien im Rahmen der kommunalen Möglichkeiten zu unterstützen. Das ist besonders bei der Kita und besonders bei den von der Gemeinde maßgeblich zu bestimmenden Kita-Gebühren möglich, die zwar konstant aber unserer Meinung nach zu hoch sind. So wurde durch die besseren finanziellen Möglichkeiten zwar verkündet, die Gebühren beizubehalten, unserer Meinung nach, wäre aber eine Absenkung möglich gewesen, so wie es 2016 bei der deutlichen Erhöhung auch in Aussicht gestellt wurde. Selbst wenn dies nicht möglich gewesen wäre, entspricht die Ausstattung der Räume in der Kita nicht dem, was man für einen im Vergleich zu anderen Orten hohen Gebührensatz erwartet. Dabei geht es um grundlegende Sanierungen und nicht um Luxus.

Weiterführend, würden wir uns gern dafür einsetzen, dass es ein gutes, aber möglichst zukünftig verbessertes Angebot an Freizeitmöglichkeiten im Bereich der Schule aber vor allem auch danach gibt. Ebenso sollten über weitere Freizeitangebote in Kodersdorf, Möglichkeiten für Ausflüge oder Zusammenkünfte geschaffen werden. Natürlich wurde im Backhaus ein neuer Spielplatz eingerichtet, aber unserer Meinung nach, hätten bestehende Spielplätze schon längst fachgerechter instand gehalten werden müssen, z.B. gegenüber der Wendeschleife.

Neben der Förderung der Familien liegt uns die Tradition im Ort und deren Erhaltung am Herzen. Das bezieht sich natürlich auf die Kirmes als großes zentrales Fest, dessen Charakter es gilt beizubehalten, aber auch die bereits nicht mehr stattfindenden Traditionen wie das große Hexenfeuer am Assuan, welches eventuell mit etwas mehr Unterstützung seitens der Gemeinde aufleben könnte. Tradition ist aber auch Kultur und erhalt von Geschichte. Hier gibt es etliche Baustellen, die im Rahmen der Zukunftswerkstatt damals von uns als Bürger eingebracht wurden, aber von der Gemeinde keine weitere Berücksichtigung fanden.

Wir wollen die Zukunft von Kodersdorf als lebenswertes Dorf sichern und dabei geht es eben nicht nur um die Erweiterung des Industriegebiets an der Autobahn oder den Tunnel an der A4. Der Fokus muss wieder mehr auf die Probleme und Wünsche der Bürger gelegt werden. Themen wie die Erschließung von Bauland für junge Familien, Unterstützung bei der Selbstständigkeit, sinnvolle Investitionen in die Infrastruktur müssen wieder auf die Tagesordnung der Gemeinderatssitzungen gebracht werden.

Dafür steht unsere Wählervereinigung und dahinter steht jeder von uns auch ohne Parteizugehörigkeit oder ein niedergeschriebenes Wahlprogramm. Uns ist klar, dass wir mit 4 Leuten bei 12 Sitzen nicht die Mehrheit gewinnen können, das wäre auch unrealistisch, aber wir können Impulse setzen und den Fokus in den Gemeinderatssitzungen auf andere Dinge lenken und im Sinne der Bürger Fragen stellen. Wir hoffen auch, die Transparenz der Entscheidungen erhöhen zu können durch mehr Kommunikation und im Idealfall schaffen wir es dadurch wieder mehr Interesse an der Mitgestaltung in der Gemeinde zu wecken.

Wir bereiten uns gerade vor und beraten in welcher Form wir uns alle individuell etwas genauer vorstellen, stehen aber bereits jetzt gern zur Verfügung für Anregungen und Änderungswünsche, aber auch für Kritik.

Wir hoffen, wir konnten unsere Beweggründe und Motivation etwas näher bringen, auch wenn es kein festgeschriebenes Wahlprogramm aus der Schublade gibt. Jeder von uns ist individuell unterschiedlich tätig und vor andere Herausforderungen gestellt, der Ingenieur Tilo, der täglich bis Dresden pendelt, der selbstständige Maler Sven, die Angestellte bei der Wohnungsgenossenschaft Nicole ebenso wie der Sachgebietsleiter im Landratsamt Christian. Trotz großem Spektrum unterschiedlicher Berufe und damit verbundener Herausforderungen sind wir alle Kodersdorf im Herzen verbunden, wir haben uns entschlossen hier zu wohnen, hier sesshaft zu werden und Familien zu gründen. Wir wollen, dass unsere Heimatort attraktiv und lebenswert, gesellig und harmonisch, traditionell und zukunftsorientiert ist und bleibt – einfach „Unser Kodersdorf“.

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